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CubeCart: Alternative zu xt:Commerce?

23.11.2006 Ein Kommentar

Gunnar hat einen interessanten Shop ausgemacht: CubeCart.

Ich habe mir den gerade mal installiert, vor allem wegen dem tabellenlosen Layoutansatz. Ich bin jetzt nicht so aus dem Häuschen vor Begeisterung. Aber erstmal zu den Fakten:

  • 100% Template driven
    Ein wichtiger Punkt. Und keine leere Worthülse wie „Komplettes Layout über HTML Templates zb mit Dreamwaever etc editierbar� (xt:Commerce).
  • Valides HTML und CSS
    Auch richtig. Auch wichtig. Leider divitis. Listen werden zwar dort eingesetzt, wo sie sinnvoll sind, aber alles andere wird über div-Tags realisiert, was dann doch wieder Nacharbeit erfordert.
  • Sprachvielfalt
    CubeCart bringt von Haus aus schonmal zwölf Sprachen mit. Das kann sich sehen lassen.
  • Aufgeräumtes Backend
    Wirkt wesentlich übersichtlicher als das von xt:Commerce, wo ich meistens über die Suchen-Funktion des Browsers „navigiere�, weil durch die endlos lange Liste keiner durchblickt.
  • Intelligentere Verwaltung der Sprachen
    Fünf Sprachen in xt:Commerce? Das heißt fünf Textfelder für die Produktbeschreibung, klickt man auf ein Produkt zum bearbeiten. Lädt ewig und führt in Safari zu Fehlermeldungen, weil man keinen vernünftigen Fallback für den WYSIWYG-Editor eingebaut hat. CubeCart listet Sprachvarianten auf einer eigenen Seite, man ruft also nur die auf, die man aktuell auch bearbeiten will.

Hört sich alles sehr gut an. Aber keine Medaille ohne Rückseite.

  • Navigation nur auf einer Ebene
    Die Kategorien-Navigation zeigt immer nur die Hauptkategorien. Alle Unterkategorien erscheinen nur im Content-Bereich. Aber so spart man sich natürlich das Problem, korrekt geschachtelte Listen für die Navigation zu generieren.
  • Inkonsistente Navigation
    Im Warenkorb ist die Kategoriennavigation plötzlich weg. Zurück geht es nur über den Homepage-Link.
  • Hakelige Zuweisung von Produkten zu mehreren Kategorien
    Dass das nur über ein Popup geht, mag noch angehen. Das man aber auch nur im Popup sieht, welchen zusätzliche Kategorien das Produkt zugewiesen ist, ist nicht wirklich benutzerfreundlich.
  • Kein Im-/Export
    Mag jetzt für jemanden mit 20 Produkten nicht das K.O.-Kriterium sein, wenn ich dem Kollegen aber erzähle, das er doch bitte nochmal alle 2500 Produkte in CubeCart einpflegen möge, weil ich mir nicht sicher bin, ob das nicht möglicherweise die bessere Shoplösung ist, dann reißt der mir mit Sicherheit den Kopf ab…
  • Keine SEO-optimierten URLs
    Suchmaschinenfreundlichkeit gibt es nur mit Hilfe eines externen Mods. Wobei offensichtlich eine recht starke Community hinten dran steht.
  • Die Sache mit der Steuer
    Da besteht offensichtlich starker Handlungsbedarf. Ich habe es nicht geschafft, den Shop zur Anzeige der Steuer zu überreden. Weder in der Produktübersicht, noch im Warenkorb. Obwohl sowohl Steuerwerte hinterlegt, den Produkten zugewiesen und auch in der globalen Konfiguration die Anzeige der Steuer aktiviert ist, wird keine angezeigt. Die Ausrichtung auf den US-amerikanischen Binnenmarkt ist hier überdeutlich zu erkennen. Auch die Angabe des Gewichts in Pfund spricht nicht unbedingt für einen internationalen Ansatz.
  • To PEAR or not to PEAR?
    CubeCart nutzt einige Pakete aus dem PEAR, unter anderem PEAR::Log und PEAR::Net_Socket. Leider ist man da nicht konsequent, ich hätte es begrüßt, wenn für die Datenbank PEAR::DB respektive der Nachfolger PEAR::MDB2 und für die Template PEAR::HTML_Template_IT zum Einsatz kommen würde. Stattdessen setzt man für die Datenbankanbindung offensichtlich auf was selbstgestricktes und für die Templates auf XTemplate.
  • Sprachfiles
    Sprachfiles sind leider sowas von Web 1.0. IMHO. Sie bieten nämlich keinen Fallback. Fehlt in der aktiven Sprache ein Eintrag im Sprachfile, dann steht da gar nichts. Deshalb setze ich für Mehrsprachigkeit auf gettext(). Ein Shop mit dieser Lösung ist mir aber bislang noch nicht untergekommen.

Fazit

Die Tabellenfreiheit erkauft man sich mit zahlreichen Haken und Ösen, vor allem in Bezug auf Navigation und Steuer, die sich aber mit etwas Nacharbeit durchaus lösen lassen (sollten). Wer aber bereits eine xt:Commerce-Lösung am Start hat, dürfte sich mit einer möglichen Umstellung allein aufgrund des fehlenden Imports schwer tun. Auch sonst sind im Admin-Tool manche Sachen sehr schön gelöst, während anderes nur ein Kopfschütteln hervorruft. Derzeit stelle, so traurig das ist, CubeCart keine wirkliche Konkurrenz für xt:Commerce dar, zumindest nicht für den europäischen Markt. Im Auge behalten sollte man die Lösung aber auf jeden Fall.

[tags]xtc, xt:commerce, cubecart, alternative, shop, online-shop[/tags]

1 Kommentar Kommentieren

  1. xtc blogger

    Zum Glück gibts ja noch das (fast) tabellenfreie YAML XTC Template….
    Scheinbar führt noch kein Weg an XTC vorbei….


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