Amazon S3, gibt’s das auch in — schnell?

Ich bin gerade dabei, meine Backup-Strategie zu überarbeiten und ja, ich leide in dem Punkt mittlerweile an einer gewissen Paranoia. Oder, anders ausgedrückt, man kann nie genug Backups haben.

Früher hab ich sowas ähnliches benutzt wie das, was 1&1 in seinen FAQ als einfaches backup beschreibt. Das trägt aber die Bezeichnung ‘simple’ nicht zu unrecht. Das ganze eignet sich nur, wenn das Backupvolumen bei einigen 100MB pro Tag legt, zumal hier jedes Mal ein Vollbackup generiert wird. Daher habe ich mittlerweile eine rsync-Implementation am Start.

Gerne hätte ich das ganze dann noch einmal vom Backup-Server auf mein heimisches RAID gespiegelt (wie schon gesagt, Paranoia), aber durch die Vielzahl an Dateien hat der rsync am Mac mini eine Laufzeit jenseits von gut und böse.
Daher habe ich ein Auge auf Amazon S3 geworfen: Günstiger Online-Speicherplatz und die Sorge, dass die Daten morgen noch da sind, hat jemand, der dafür jeden Monat einen Scheck vom Bücherversender bekommt. Also flugs einen Account eingerichtet, nach einem Tool gesucht, dass über die Kommandozeile den Speicherplatz ähnlich rsync beschicken kann, in s3sync auch gefunden und mal eben eine erste Testdatei an Amazon geschickt.

Das klappt auch wunderbar. Dummerweise ist die Datei leer, wenn sie online ist. Sagt zumindest der S3 Browser. Und lädt demzufolge auch nur ein leeres File auf die Platte zurück. Nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Das ebenfalls im Paket befindliche s3cmd löst aber das Problem. Testweise habe ich mal ein Päckchen mit 4GB gemacht und hochgeladen. Und zwar nicht von meinem DSL-Anschluss aus, sondern direkt von einem breitbandigst angebundenen Server an einem deutschen Standort, so, wie es idealerweise zukünftig auch automatisch laufen sollte. Ich habe den Upload um 9:45 gestartet. Fertig war dann das ganze um 19:45! Da fällt mir echt nichts mehr ein. In der Zeit hätte ich das auch auf eine CD brennen und mit einem Linienflug irgendwo auf einem Server in den Staaten deponieren können. Es ist mir ein Rästel, was sich Amazon bei der Anbindung gedacht haben mag…

  1. comment_author_email == get_the_author_meta('email')) { $isByAuthor = true; } $GLOBALS['comment'] = $comment; ?>
  2. […] «Amazon S3» ist langsam, jedenfalls im Bezug auf die Übertragung der Daten – erfahrungsgemäss lassen sich die in Deutschland und in der Schweiz gängigen DSL- und Kabelmodem-Verbindungen ins Internet weder beim Upload noch beim Download ausnützen. «Amazon S3» ist für europäische Benutzer vermutlich langsam, weil die von «Jungle Disk» verwendeten «Amazon S3»-Server in den USA betrieben werden. «Amazon S3» unterhält mittlerweile zwar auch Server in Europa, doch diese sind bislang per «Jungle Disk» nicht zugänglich. Hinzu kommt, dass für die europäischen «Amazon S3»-Server höhere Nutzungsgebühren anfallen. […]

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