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Yahoo! hat’s halt nicht nötig

10.01.2008 4 Kommentare

Ab und an kommt es vor, dass die Kundschaft eine Frage hat. Und ab und an kommt es vor, dass die Kundschaft kurze Zeit später noch einmal genau die gleiche Frage stellt. Meist etwas penetranter, weil die erste Anfrage angeblich nicht beantwortet worden wäre. Ein Blick in den Gesendet-Ordner sagt etwas anderes, ein Blick auf die Absenderadresse des Kunden erklärt, warum er der irrigen Annahme ist, er hätte keine Antwort bekommen: Er ist Kunde von Yahoo!

Und Kunde von Yahoo! zu sein heißt, eine Black Box zu besitzen, der man den Namen SpamGuard gegeben hat und die offensichtlich nach dem Zufallsprinzip Mails in den Spamfolder sortiert. Und Kunden von Yahoo! scheinen von diesem Spamfolder darüber hinaus nichts zu wissen.

Versucht man das Verhalten des Spamfilters zu eruieren wird man Zeuge des Zufallsprinzips: Beim Versand von zehn gleichlautenden E-Mails von zehn verschiedenen Rechnern landen fünf davon im Spamfolder, fünf nicht. Warum das so ist lässt sich anhand der Header-Daten nicht ermitteln. Yahoo! hat es nicht nötig, dort irgendwelche Gründe, die sie dazu veranlasst haben, die Mail als Spam anzusehen, reinzuschreiben. Das ist dann die Black Box.

Konfrontiert man den deutschen Yahoo!-Support mit diesem Problem bekommt man erstmal einen Textbaustein, im Anschluß daran etwas allgemeines Blabla zu SpamGuard, der ja so toll selbstlernend sei, geht aber der eigentlichen Fragestellung, warum fünf der zehn Mails Spam waren, die anderen fünf aber nicht, konsequent aus dem Weg. So konsequent, dass man seit 22. Dezember auf Tauchstation ist und nicht mal mehr Anstalten macht, mit Textbausteinen auf Mails zu antworten. Yahoo! hat’s halt nicht nötig…

[tags]yahoo, spamguard, policy, spam, support[/tags]

4 Kommentare Kommentieren

  1. Holger

    Hallo Matt,

    ich möchte mich ganz kurz vorstellen – mein Name ist Holger und ich arbeite in München mit an Yahoo! Mail.

    Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass Du für Deine Anfrage keine zufriedenstellende Antwort bekommen hast. Ich denke es gibt dafür verschiedene Gründe:

    1) Die Methode, nach der der Yahoo! Spamguard arbeitet, kann nicht angegeben werden. Je mehr Details wir über den Spamguard veröffentlichen, desto einfacher würden wir es den Spammern machen, den Filter zu umgehen.

    2) Unser Support-Team kann leider anhand einer Anfrage nicht erkennen, ob sie von einem seriösen Anbieter gesendet wurde oder nicht. Angenommen wir würden die Details angeben, die dazu geführt haben, dass 5 der gesendeten Testmails als Spam erkannt wurden, würden wir ebenso Details über den Spamguard bekanntgeben, die von Spammern mißbraucht werden kann.

    3) Spamguard arbeitet in der Tat dynamisch und passt sich immer wieder neuen Gegebenheiten an. Dies kann absolut dazu führen, dass eine identische Mail nach einem gewissen Zeitraum anders behandelt wird, als vorher.

    Wir arbeiten konstant an Verbesserungen des Spamguards – aber leider können wir wegen oben erwähnter Punkte keine Auskünfte über Details bekanntgeben.

    Ich entschuldige mich für die unzulängliche Antworten unseres Support-Teams, bitte aber gleichzeitig um Dein Verständnis dafür, dass wir hier leider keine weiteren Details bekanntgeben können.

    Viele Grüße

    Holger


  2. Matt

    Holger,

    vielen Dank für die Klarstellung. Ich verstehe Yahoo! auf der einen Seite, aber es ist natürlich sehr mühselig und kontraproduktiv, wenn man überhaupt kein brauchbares Feedback bekommt. Zumal sich die Kommunikation mit dem Support als sehr schwierig herausstellt. Die einzige Möglichkeit, die sich als funktionierend erwiesen hat ist die über das Feedback-Formular.

    Ich gebe dann meine normale E-Mail-Adresse an, bekomme auch auf diese eine Antwort (ein Textbaustein halt, der am Problem vorbeigeht) und antworte dann, das ich kein Interesse an einer Textbaustein-Sammlung habe und gerne jetzt etwas zielgerichteter an die Lösung des Problems herangehen würde. Effekt: Stille. Die selbe Mail sicherheitshalber nochmal über meinen Yahoo!-Account geschickt. Effekt: Stille. Nur über das Feedback-Formular bekommt man Antwort, was man da einträgt, scheint aber keiner zu lesen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum es plötzlich Textbausteine zurückgibt, wie ich mich zu verhalten hätte, wenn mein Account gehackt wurde. Entweder, man muss SpamGuard für die Abuse-Adressen ausschalten oder klar mitteilen, dass es nicht möglich ist, diese direkt anzumailen – einfach nicht zu antworten ist schlicht und ergreifend keine Lösung!
    Das Problem gibt es sowohl beim deutschen Abuse als auch beim amerikanischen, den ich mittlerweile angeschrieben habe, weil mir der deutsche nicht helfen will, mir aber auch nicht mitteilt, warum er das nicht tut sondern man erst drüber bloggen muss, um das zu erfahren. Und bei den Amis war ich zunächst zuversichtlich, weil man mehr Informationen verlangt hat, aber seit ich die postwendend hingeschickt habe, wieder das alte Bild: Stille.

    Und weil ich gerade bei den Wüschen bin: Neben einer stark verbesserten Kommunikationspolitik bedarf es unbedingt eines Verfahrens, mittels dessen man sich als einer von den Guten autorisieren kann, denn es kann nicht sein, dass das Senden von E-Mail an Yahoo!-Accounts zum Glücksspiel verkommt, nur weil Yahoo! sich hinter SpamGuard und dessen Funktionsweise verschanzt!
    Und man muss die eigenen Nutzer viel stärker auf die Existenz der Spam-Mailbox hinweisen, da SpamGuard weit davon entfernt ist, perfekt zu sein und daher durchaus False Positives im Spam-Folder aufschlagen. Nur, so unsere Erfahrung, wissen viele Yahoo!-User gar nicht, dass es diesen Spam-Folder überhaupt gibt! Wir haben jetzt jedenfalls im Shop eine Meldung drin, die das thematisiert und den Benutzer darüber hinaus dazu auffordert, mit dem E-Mail-Provider Kontakt aufzunehmen, wenn unsere Mails im Spam landen und ihn auf den Fehler seines Spamfilters hinzuweisen.


  3. Holger

    Hallo Matt,

    ich habe Deine Kommentare über unser Support-Team aufgenommen und werde diese sicherlich addressieren.

    Bezüglich einer Methode, sich selbst als “Guten” zu autorisieren – die gibt es. Die Dokumentation sowohl wie auch der gesamte Prozess ist zwar in englisch, aber ich denke es wird Dir trotzdem weiterhelfen. Du findest das Material unter http://postmaster.yahoo.com. Dort kannst Du Dich über unsere Methoden informieren, Fehlermeldungen identifizieren und einen Whitelist-Antrag stellen. Wenn dieser dann erfolgreich eingerichtet wurde, sollten die Mails wieder direkt zugestellt werden.

    Viele Grüße

    Holger


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  1. Blogpotato » Blog Archive Es gibt Sachen, die braucht kein Mensch » - Tuesday, 18. March 2008

    [...] nämlich bitte mal erklären, wie man den Schrott in InDesign platzieren soll. Aber anders als Yahoo! glaube ich nicht, dass sich die hier melden [...]

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