Blogpotato

Einmal USA und zurück

21.10.2008 2 Kommentare

Nicht wirklich passend für den Reisebericht an und für sich, deshalb hier noch ein kleiner Exkurs. Ich hatte ja unter anderem Bedenken, dass ich nicht wirklich so online sein kann, wie ich das möchte. Nachdem ich dann auch im Macuser-Forum gefragt hatte habe ich das Wagnis auf mich genommen und auf die WLAN-Verfügbarkeit in den Hotels vertraut, auch wenn dass das iPhone auf ein Telefon mit Spielefunktion kastriert.

Internet „on the road�

Ja, hat funktioniert. Die Verfügbarkeit von Internet, primär WLAN, ist durchweg als gut zu bezeichnen. Lediglich in Savannah gab es für mich keines, da dort nur kabelgebundenes LAN verfügbar war und ich den entsprechenden Adapter für das MBA nicht besitze. Aber man konnte sich dort in die Lobby setzen und das eigentlich nur für die Verwaltung gedachte WLAN mitnutzen. Das ist nämlich unverschlüsselt, hört auf den seltenen Namen linksys und brüllt IP-Adressen per DHCP durch die Gegend.

Ansonsten hatten alle Hotels WLAN, die Billigketten wie Holiday Inn, Best Western oder Days Inn bieten das kostenlos an, auch bei einigen anderen Hotels muss man nicht extra in die Brieftasche greifen. Dagegen ruft Hilton einen Preis von $9,95 für 24 Stunden auf, in New York gab es für das gleiche Geld zwei Tage Internet. Im Gegensatz zu Deutschland spottbillig.
Auch an anderen Stellen gibt es Internet für lau, so bietet beispielsweise die Stadt Alexandria auf ihrem Marktplatz ein kostenfreies WLAN an.

Die Qualität ist stellenweise alles andere als gut. Über das im Hotel Helix habe ich ja schon ausgiebig gejammert, auch im Hilton stand zwar „High-Speed� drauf, der Download von fünf Podcasts mit in der Summe nicht ganz 250MB hat aber trotzdem den ganzen Abend gedauert. Dagegen war das Netz in Winstom-Salem wirklich schnell und darüber hinaus noch kostenlos.

Größter Kritikpunkt: Die Log-In-Rituale. Von einfach aufklappen und lossurfen bis hin zum Abholen von Benutzername und Kennwort an der Rezeption war alles dabei. Teilweise galt es AGB zu akzeptieren, die man nicht lesen konnte, weil sich unzählige iFrames geöffnet haben in denen sich, quasi wie in einem Perpetuum mobile, immer wieder neue iFrames geöffnet haben. Wenn ich für das Problem eine Lösung hätte, ich würde ein Geschäftsmodell draus machen.

Fotografie

Analog ist out. Selbst mein Bruder verfügt mittlerweile über einen digitale Spiegelreflex und auch der Großteil der Mitreisenden hat entsprechend digitales Material am Start. Nimmt einem zwar die Spannung vier Wochen nach dem Urlaub zu sehen, was man denn wirklich fotografiert hat, dafür kann man aber halt sofort prüfen, ob einem der Schnappschuß gefällt oder nicht. Insgesamt habe ich in der Reisegruppe zwei analoge Kameras ausmachen können.

Im Bus dominieren entweder richtige DSLR-Kameras, auch wenn der ein oder andere den Schalter noch nie aus der Position „Automatik� bewegt, dafür aber genug Kohle hat, die er auch noch in die original Canon-Tasche zur EOS 400D investieren konnte, oder die Hosentaschenknipsen. Mit Passion zum Fotografieren ist diesmal, anders als bei der letzten Reise, niemand an Bord.
Auffällig war die hohe Dichte an Pseudo-DSLRs unter den Touris allgemein. Damit meine ich Kameras, die zwar vom Body und teilweise auch vom Objektiv her aussehen wie eine Spiegelreflexkamera, aber doch keine sind. Das merkt man immer dann ganz schnell, wenn der Möchtegernfotograf nicht den Sucher, sondern das Display benutzt, um zu fotografieren.

Ich war „nur� mit meiner 350D unterwegs und mir fehlte, gerade für das Abendprogramm, eigentlich eine kleine Schnappschußkamera, die man in die Hosentasche stecken kann. Jedes mal die Tasche mit Kamera, GorillaPod und Zusatzobjektiv mitschleppen ist gerade dafür eigentlich zu viel des Guten. Vorschläge für brauchbare Kameras im Hosentaschenformat, die auch bei Bewegtaufnahmen (Sport, Verkehr) gute Ergebnisse liefern, bitte in die Kommentare.

Laptops und so

Ich war der einzige mit Laptop im Bus. Überhaupt war ich der einzige, der offensichtlich weiß, wie dieses Internetdingens funktioniert. Neben Ergebnissen aus der Fußball-Bundesliga und dem DFB-Pokal habe ich dann auch gleich noch den Wahlberichterstatter gegeben.

So war ich dann natürlich auch erster Ansprechpartner, wenn es galt, vm öffentlichen Hotel-PC auf die E-Mails „zu Hause� zuzugreifen. Wobei natürlich niemand im Bus in der Lage war, auf E-Mails in seinen eigenen vier Wänden zuzugreifen. Aber so musste ich auch keine Schulungen zu dynamischen Internetadressen, VPN oder Port-Forwarding geben. Probleme lassen sich nämlich lösen, indem man statt localpart@web.de in die URL-Zeile des Browsers die passende URL eingibt.

iPods, iPods, iPods

Jeder kennt den iPod, niemand kennt Apple. Das zumindest traf auf 90% des Busses zu. Aber eine wirklich neue Erkenntnis ist das ja nicht. Diversen Leuten musste ich allerdings erklären, dass es keine gute Idee ist, hier ein iPhone 3G zu kaufen, weil es in Deutschland nicht mal das ist, was meines während des USA-Aufenthalts war: Ein Musikplayer mit Spielefunktion.
Ich habe dann ja auch meinen Anteil dazu beigetragen, Apples iPod-Verkaufszahlen unmerklich zu erhöhen.

2 Kommentare Kommentieren

  1. Malte

    Hmm, unter „der letzten Reise“ ist ein Link, er hat doch nicht, er hat doch nicht…? Er hat doch :-D

    Klingt so, als wäre diesmal die Ostküste drangewesen? Meine Eltern sind dort auch herumgetourt, aber ich glaube, etwas nördlicher ;-) Vermutlich habt ihr euch nur knapp verpasst :-D


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