Announcing-Setup

setup

In meinem Beitrag zur App-Blogparade hatte ich ja erwähnt, dass ich eigentlich auch mal mein Announcing-Setup vorstellen müsste. Gesagt, getan und heute am letzten Spieltag der regulären Saison ein paar Bilder gemacht.

Vor mittlerweile sechs Jahren hatte ich ja noch bedauert, dass ich dafür nur einen Windows-PC zur Verfügung habe. Das ist mittlerweile zum Glück vorbei. Das Herzstück der Beschallungsanlage ist derzeit ein Mac mini mit Core 2 Duo, also noch der ursprüngliche Formfaktor, aber eben mit einem Intel-Chip unter der Haube. Bis zum ersten Systemcheck im Frühjahr stand diesem noch ein Mac mini der ersten Generation mit PowerPC-CPU zur Seite, bei dem aber jetzt zum zweiten Mal die Platte gestorben ist und daher der ganze Rechner entsorgt wurde.

Dem Rechner musste nach dem Update auf Lion erstmal die ein oder andere schlechte Angewohnheit ausgetrieben werden. Hauptsächliche Aufgabe des minis ist es, Musik mittels iTunes abzuspielen. Apples Musikmonster ist ja ein niemals versiegender Quell der Freude. So kann man damit zwar mittlerweile alles und nichts kaufen, aber so essentielle Dinge wie einen Fadeout sucht man vergebens. Aber zum Glück gibt es das großartige Alfred. Mit Hilfe des Powerpacks kann man sich eigene Applescript-Extensions schreiben und die dann auf einen Hotkey legen, was für mein Fadeout-Script dann so aussieht:

  on alfred_script(q)
    tell application "iTunes"
      activate
      if player state is playing then
        repeat while sound volume > 0
          set sound volume to sound volume - 5
          delay 0.1
        end repeat
        stop
        set sound volume to 100
      else
        set sound volume to 100
        activate
        next track
        if player state is stopped then play
      end if
    end tell
  end alfred_script

Da es sich über die Jahre aber als zweckdienlich erwiesen hat, Musik und Jingles von zwei verschiedenen Rechner zu spielen kam Apple’s Vorstellung von „iPad neue” Anfang des Jahres gerade recht, um mein iPad 1 zur Jinglemaschine umzufunktionieren, nachdem ja der dafür vorgesehene Mac mini das zeitliche gesegnet hat. Vom Kollegen hatte ich hier noch ein Vogels Starterkit für das iPad 1 rumliegen, ein passender Schwenkarm bietet die notwendige Flexibilität. Auf dem iPad selbst kommt Soundboard for iPad zum Einsatz, das ich von vorherigen Experimenten noch hatte genauso wie die Mac-Version von Soundboard. Wer ebenfalls bereits die Mac-Version hat für den ist sicherliche Soundboard Remote eine gute Option. Bei mir gab es das damals noch nicht.

Wie auch Tim Pritlove spreche ich mittlerweile in ein Beyerdynamic DT 297. Ein großartiges Headset und kein Vergleich zu den billigen dynamischen Mikrofonen, die ich vorher hatte. Und die Kopfhörer ermöglichen ein Monitoring des Signals, ohne die anderen Personen in der Kabine, also Scorer, Scoreboardbediener und den Livetickerbeschicker, zu nerven. Das Headset hat nur genau einen Nachteil: Bei so einem Wetter wie heute sind so beidseitig geschlossene Kopfhörer eher suboptimal. Vor allem, wenn man eine Kabine hat, die eher eine dreiseitig befensterte Sauna ist. Wenn ich nochmal kaufen müsste würde ich daher eher zum DT 280 greifen.

Alle Signale, also Mac mini, iPad und Headset, landen schließlich in einem Behringer Xenyx 1002 B. Ich hatte vorher ein Xenyx 802, das hat sich aber als nicht tauglich erwiesen, weil so ein Schieberegler für die Lautstärke einfach durch nichts zu ersetzen ist und ich muss das Mikro ja durchaus öfters stumm schalten. Das 802 hängt jetzt hier am iMac. Man kann mich also gern mal zu Podcasts einladen, entsprechend Hardware ist vorhanden.

Zum Abschluss noch zwei Bilder vom Arbeitsplatz. Das MacBook Air habe ich zwar immer dabei, es dient aber eigentlich nur als Backupgerät.

Kommentieren

Du hast dazu auch eine Meinung? Sag was!