Blogpotato

Atlantic Dream 2008

New York, New York, continued

Tag 2 – New York

Etwas mehr als ein Tag New York ist natürlich viel zu wenig, selbst wenn man vor elf Jahren schon mal da war. Zumal sich die Stadt ja immens verändert hat, primär natürlich durch den 11. September 2001. Außer dem Loch in der Skyline merkt man der Stadt aber nichts an, alles ist so hektisch und ‘im Fluß’ wie früher.

Frühstück gibt’s bei Starbucks, das ist zwar teuer, dafür verdient der Kaffee diesen Namen auch. Anschließend geht es mit der Subway bis an das Südende nach South Ferry. Beim Betreten der U-Bahn-Station trifft man auf den typischen Geruch aus Hitze, Öl und schwitzenden Menschen. Wir fahren mit der Linie 1 und im Wagen steht dann, dass man, wenn man an South Ferry auch aussteigen möchte, sich in einem der ersten fünf Wagen befinden muss. Ob dem so ist verschweigt das Schild. Also in Rector Street sicherheitshalber ein paar Wägen nach vorne gehechtet, was auch dringend nötig war. Das könnte man klarer kenntlich machen, vielleicht sogar schon beim Einsteigen, aber wenigstens dann im Wagen, ob man in den ersten fünf ist oder nicht. Auch die Beschilderung an der Endstation, wie man auf die Staten Island Ferry, von der man laut Roger die Skyline sehr gut sehen kann, kommt, könnte besser sein. Kommt man nämlich direkt von der U-Bahn gibt es keine Schilder zur Fähre, deren Abfahrtshalle sich im selben Gebäude befindet. Wir haben dann erstmal die Südspitze Manhattans erkundet. Dabei fällt mir auch auf, dass ich meine Flashkarte nicht mehr in die EOS gesteckt habe, nachdem ich die Bilder vom Vortag auf den Laptop überspielt hatte. Deshalb sind die Bilder größtenteils von Uli respektive mit dessen EOS gemacht. Die Fähre nach Staten Island, die nichts mehr kostet, seit Staten Island den ganzen Asbest-Abfall der Zwillingstürme aufgenommen hat, nehmen wir dann kurz darauf. Und Roger hat nicht untertrieben. Man sieht nicht nur die Skyline sehr gut, sondern fährt auch sehr nahe an der Freiheitsstatue vorbei. Auf Staten Island haben wir uns dann erstmal kurz in die Sonne neben dem Stadion der Staten Island Yankess gelegt, bevor es zurück nach Manhatten ging.

Zu Fuß geht es dort zunächst zur aktuellen Klagemauer der Finanzwelt, der Wall Street und, nachdem wir im Baugewühl der Downtown auch endlich die U-Bahn-Station gefunden haben, mit der Subway bis an den Times Square. ‘Mittagessen’ bei McDonalds, wobei dieser Southern Style Chickenburger ein Witz ist: Brötchen, Salat, Fleisch, insgesamt eine sehr trockene Angelegenheit. Auf dem Weg zum Applestore einer unmotivierten Postbeamtin noch ein paar Briefmarken abgekauft. Weiter Richtung Norden unternehmen wir den erfolglosen Versuch, T-Shirts zu kaufen. Entweder sehen diese scheiße aus oder der Shop ist schlecht sortiert und hat Personal, dass sich nicht auskennt. Wenn ich nach XXL frage und die Verkäuferin selbst die Etiketten durchsehen muss, nachdem sie vorher großspurig verkündet hatte, welche da zu haben, kann ich auf ‘Beratung’ dankend verzichten und behalte mein Geld. Heute dann natürlich nicht am Store vorbeigerannt, wobei der Cube vor den ganzen hohen Gebäuden doch schon recht unscheinbar ist. Innen dann unglaublich viele Leute, primär Kunden, aber auch sehr viele Apple-Angestellte, die sich um diese kümmern. Aber anders als von San Francisco gewohnt kommt niemand auf einen zu, ich muss mir selbst einen unrasierten Studenten im hellblauen Hemd krallen, dem ich meine Wünsche unterbreite. Leopard Family Edition unter anderem. Er geht das Regal durch, in dem nur die Einzellizenzen stehen – irgendwie ein Dejá vu zum T-Shirt-Laden. Keines da, er will im Lager schauen und kommt erfolglos zurück. Ich könnte aber die normale Edition kaufen und die zusätzlich benötigten Lizenten online nachlösen. Nie davon gehört, aber das probieren wir doch mal aus. Insgesamt war das ‘Erlebnis’ Apple Store 5th Ave. auf einer Schulnotenskala eher eine 3-. Naja, kommen ja noch ein paar Läden. Vielleicht haben die mehr Elfenstaub.

Abendprogramm: New York bei Nacht. Günter führt die Reisegruppe zunächst an die Südspitze der Insel und geht dann mit uns in den Wintergarten des World Financial Center. Ich bin überrascht, dass dieses direkt neben dem World Trade Center gelegene Gebäude das Attentat unbeschadet überstanden haben soll, aber Günter klärt gleich darüber auf, dass dieses nach den Anschlägen neu erbaut wurde. Auch auf Ground Zero sind die Bauarbeiten im vollen Gange, davon konnten wir uns schon am Vormittag überzeugen, als wir auf der Suche nach der U-Bahn-Station direkt am Baugelände vorbeigelaufen sind. Es geht weiter ans Pier 17, wo gerade ein Livekonzert stattfindet. Wir wühlen uns durch die Menschenmassen, um einen Blick auf die BMW-Brücken (Brooklyn, Manhattan, Williamsburg) und die New York City Waterfalls zu erhaschen. Wobei letztere hier eigentlich nur eine Erwähnung finden, weil sie keiner Erwähnung wert sind. Wer sie nicht gesehen hat, hat nichts verpasst.
Es geht nach Brooklyn, um von dort die nächtliche Skyline von Manhattan zu bewundern. Trotz Gorillapod wollen mir aber keine wirklich scharfen Bilder gelingen. Genau genommen waren die auf dem Rockefeller-Center am Vortag ohne Stativ wesentlich besser. Letzte Station ist das kleine Las Vegas mitten in New York, der nächtlich illuminierte Times Square, bevor es zurück zum Hotel geht.