Mac mini als Stereoanlage
Der Mac mini hat mich von Anfang an begeistert. (Aktuelle) Technik auf kleinstem Raum, mit dem besten Betriebssystem aller Zeiten™ zu einem fairen Preis. Aktuell in Klammern, weil man darüber streiten kann, ob der G4-Prozessor des PowerMac noch zeitgemäß ist oder nicht. Zumindest für den vorgesehenen Aufgabenbereich kann man die Klammern getrost weglassen.
Bestellt wurde der große Mac mini mit 1,42 Ghz, normalem Combo-Drive und dazu gleich noch ein Speicherupdate auf die maximal beim mini möglichen 1 GB inkl. Einbau bei Cyberport, geliefert wurde, dank Silent Update ein mini mit 1,5 Ghz.

Frisch aus der Schachtel: Mac mini mit 1,5 Ghz, 1 GB RAM und OS X 10.4.2 alias Tiger
Die Inbetriebnahme lief mac-typisch: Aufstellen, anschließen, fertig. Naja, fast. Mit dem WEP-Kennwort im Klartext wollte der Router (ein Netgear WGR614, allerdings einer der allerersten Revision) den mini nicht ins Netz lassen. Da es mit dem HEX-Schlüssel aber klappt ist es zumindest für mich unerheblich, wer da gepfuscht hat. Wenn ich aber an meine Probleme, die Airport Express zur verschlüsselten Zusammenarbeit mit eben diesem Router zu bewegen, denke, dann neige ich dazu, den schwarzen Peter bei Apple zu suchen.
Damit wären dann aber auch tatsächlich alle Klippen umschifft und es kann ans Einrichten gehen.

Jungfräulicher Mac mini
Neben den obligatorischen Softwareupdates fällt darunter zunächst die Installation benötigter Software (wobei da vieles in die Kategorie Gimmick fällt), das Entrümpeln des Docks und – zumindest bei mir – die optische Anpassung der Icons an meine anderen Macs. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Da am mini ja noch der Macpower M9 inkl. 300 GB Festplatte hängt habe ich darauf verzichtet, Software, die garantiert nicht benötigt wird (das komplette iLife-Paket abzüglich iTunes beispielsweise) zu löschen. Kann man bei Gelegenheit immer noch machen…
Als ich diese Anleitung, den mac mini mit einem Touchscreen zu betreiben zum ersten mal gesehen habe (die man in Google übrigens sehr schwer findet, weil Mac mini in einem Wort geschrieben ist), war mir klar, das ich sowas auch haben muss. Denn normal gibt’s schon. Also bei cartft.com einen MM500 für den mini bestellt. Die Lieferung erfolgte prompt (genau genommen war das TFT sogar einiges vor dem mini im Haus) und dank oben genannter Anleitung war sicher, dass der Monitor mit dem mini läuft, Mac-Software wird nämlich mitgeliefert, auch wenn das Kalibrieren sich etwas komisch gestaltet. Vom PDA bin ich es gewohnt, das man in alle vier Ecken klicken muss, hier erscheint immer nur eine Zielscheibe in der linken unteren Ecke. Trotzdem nennt sich das ganze 4 pts Cal (und nein, viermal auf eben diese zu drücken führt nur dazu, dass der gelbe Streifen am unteren Bildschirmrand erneut zu laufen anfängt).

Kalibrieren
Anyway, es funktioniert, der Kalibrierungsschirm verschwindet, sobald der gelbe Balken komplett durchgelaufen ist und da die Software anschließend getrost auf der Platte Staub ansetzen kann ist es auch nicht weiter wichtig, das es nicht für ein Programmicon gereicht hat.
Der Monitor ist mit der im Lieferumfang enthaltenen Halterung auf den Einlegeboden meines CD/Bücherregals geschraubt, die Kabel sind nach hinten und durch einen Durchbruch in der Rückwand des Regals (IKEA-Style Selbstbau-Möbeln sei Dank) nach außen geführt. Damit ist das Grundsetup abgeschlossen, dank Touchscreen hat man eine komfortable Eingabemöglichkeit, entweder über den mitgelieferten Stift oder einfach mit dem Finger. Wenn man doch mal eine Tastatur braucht gibt es im Shareware-Markt entsprechende Programme, die eine virtuelle Tastatur zur Verfügung stellen. TouchStrokes ist eine davon. Allerdings, da ist dann Geiz geil, fehlt mir irgendwo das Bedürfnis, für eine Software, die ich nur einmal pro Schaltjahr brauche, über 50 Euro hinzublättern.
Schließlich bringt das Betriebssystem eine OnScreen-Tastatur gleich mit. Die hat nur den Nachteil, das Sondertasten wie Shift, Apfel oder Alt nicht eingerastet bleiben, selbst dann nicht, wenn man in den Bedienungshilfen die Ein-Tasten-Bedienung aktiviert. Diese scheint nämlich nur auf wirkliche Tastatureingaben zu reagieren. Aber eigentlich ist es auch unnötig, alle größeren administrativen Aufgaben kann man dank 10.4 bequem über VNC (beispielsweise mit Chicken of the VNC) durchführen. Das einzige, was noch nervt, ist die Meldung beim Hochfahren, das keine Tastatur gefunden wurde. Das ließe sich vielleicht beheben, indem man Bluetooth deaktiviert, aber damit will ich eigentlich mein Handy synchronisieren. Und so oft wird ja auch nicht neu gebootet.
Beim Testbetrieb des Macpower M9 war mir aufgefallen, dass dieser zumindest auf dem Wohnzimmertisch ein doch sehr störendes Vibrationsgeräusch verursacht. Im endgültigen Aufbau ist dies nicht mehr der Fall. Möglicherweise liegt das auch daran, das der M9 nicht direkt auf dem Schrank steht, sondern auf einem mini Skirt glo:blue von The Plasticsmith (der in Deutschland zu einem eigentlich unverschämten Preis derzeit wohl nur von superPod vertrieben wird, aber wenn der Coolness-Faktor den Geiz-Faktor übersteigt, dann ist letzterer eben doch nicht mehr so geil).

Das ganze in der Übersicht. Mac mini, Macpower M9, mini Skirt glo:blue, MM500-Touchscreen und der PowerMate von Griffin

Schon jetzt ein Chaos: Das Kabelgewirr hinter dem mini und dabei ist noch nicht einmal alles angeschlossen… Der hässliche USB2-Hub von Belkin steht schon auf der Abschußliste

Da soll nochmal jemand sagen, die Powerleuchte am mini wäre ihm zu hell. Der Preis für alufarben lackiertes Plastik: Der Macpower M9 ist farblich deutlich dünkler als der mini

Der Touchscreen mit CoverFlow, dem der Vollbildmodus leider immer noch nicht wieder spendiert wurde
Das ist das private Weblog von Matt Slovig. Ich verdiene meine Brötchen als Webdeveloper in der Druckvorstufe, versuche seit fast zehn Jahren, Baseball & Softball, unter anderem als Stadionsprecher der Mainz Athletics (Deutscher Meister 2007), einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und sollte nach 15 Jahren mal wieder Geld in ein neues Bild investieren.